King’s Casino gegen Facebook: Erster Erfolg für Glücksspielunternehmen

Veröffentlicht am 09. August 2021

In einem durchaus kuriosen Rechtsstreit konnte das King’s Casino gegen Facebook einen Teilerfolg erzielen. Das Glücksspielunternehmen, bzw. dessen Betreiber Leon Tsoukernik, hat eine Klage gegen Facebook eingereicht. Der Grund: Ein Unternehmen hat unrechtmäßig im Namen des Kings’ Casinos im sozialen Netzwerk geworben. Der Internetriese muss die Werbung entfernen. Doch der Casino-Boss möchte noch mehr und fordert auch Schadenersatz vom US-Unternehmen ein.

Kurioser Rechtsstreit zwischen King’s Casino und Facebook

Inhaltsverzeichnis:

Kurioser Rechtsstreit zwischen King’s Casino und FacebookKeine ernstzunehmende Reaktion von FacebookGenaues Ende noch offen

Leon Tsoukernik kann einen ersten Teilerfolg erzielen. Der Besitzer des King’s Casinos hatte in Tschechien gegen den Internetriesen Facebook geklagt. Der Grund: Das Unternehmen hatte Werbung eines Konzerns zugelassen, der unrechtmäßig mit dem Namen des King’s Casinos geworben hatte. Das urteile das Gericht in der tschechischen Hauptstadt Prag in den vergangenen Tagen. Tsoukernik selbst berichtete der Öffentlichkeit in einer Pressemitteilung von der Entscheidung des Gerichts. Doch worum geht es eigentlich genau?

Hierfür muss der Blick ein wenig zurück gerichtet werden. Und zwar auf den April. Aufgrund der Corona-Krise war das King’s Casino damals geschlossen. Auf Facebook tauchten aber Werbeanzeigen für ein vermeintliches Online-Angebot des Casinos auf. In diesen stand, dass das King’s Casino jetzt online aktiv sein würde und alle neuen Spielern einen Bonus von bis zu 3.000 tschechischen Kronen erhalten könnten. Geschaltet wurde diese Anzeige demnach aber ohne das Wissen des King’s Casinos. Und nicht nur das. Nicht in der Anzeige enthalten waren zum Beispiel die dringend erforderlichen Hinweise auf den Jugendschutz und die möglichen Suchtgefahren durch das Glücksspiel.

Keine ernstzunehmende Reaktion von Facebook

Leon Tsoukernik und sein Anwalt teilten mit, dass sie daraufhin mehrfach versucht hätten, das Internetunternehmnen aus den USA zu kontaktieren. Allerdings hätte man immer nur einen Mitarbeiter aus der Kundenbetreuung sprechen können. Nie aber eine Person, die wirklich mit dem Sachverhalt vertraut gewesen wäre oder für einen solchen Fall überhaupt zuständig. Der Anwalt von Tsoukernik gab zudem an, dass mittlerweile keine dubiose Werbung mehr auf Facebook aufgetaucht sei. Der Grund hierfür könnte darin liegen, dass das King’s Casino mittlerweile wieder geöffnet ist und die Anzeige demnach auch keinen Sinn mehr machen würde.

Wohl auch aufgrund der mangelnden Wertschätzung seitens Facebook ist Tsoukernik mit dem Urteil zwar einverstanden, aber noch längst nicht zufrieden. Der Konzern fordert von Facebook Schadenersatz in Höhe von rund einer halben Milliarde tschechischen Kronen, was umgerechnet rund 20 Millionen Euro entspricht. Dies begründet der Casino-Boss damit, dass Facebook als mächtiges Unternehmen Betrüger unterstützen würde und dafür auch noch Geld erhalte.

Genaues Ende noch offen

Wie der Fall genau ausgehen wird, ist derzeit noch offen. Der Gerichtsbeschluss jedenfalls wurde dem Internetunternehmen bereits zugestellt. Innerhalb von 15 Tagen hat Facebook jetzt Zeit, Berufung gegen das Urteil einzulegen. Da es sich um einen ausländischen Konzern handelt, könnte sich diese Zeit aber deutlich verlängern. Anschließend hänge alles davon ab, wie sich das Internetunternehmen verhalte, erklären Tsoukernik und sein Anwalt gegenüber den tschechischen Medien. Es ist offenbar durchaus denkbar, dass eine außergerichtliche Einigung in Frage kommt. Auch dafür müsste Facebook nun aber erst einmal auf den richterlichen Beschluss reagieren.

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